Atari feiert 40. Geburtstag

Gerade einmal 500 Dollar Startkapital hatte die Firma Atari 1972, als sie von Nolan Bushnell und Ted Dabney gegründet wurde. Ihr erstes Produkt war ein Spielautomat, auf dem sich in Schwarzweiß ein Pixel zwischen zwei Strichen hin- und her schicken ließ – für die damalige Zeit ein futuristischer Spielspaß, der Seinesgleichen suchte.

Die Firma war die erste, welche es schaffte, aus einem Computerspiel ein Geschäft zu machen, das auch noch Gewinn brachte. Der Spielautomat verkaufte sich millionenfach, genauso wie auch die Konsole für das Wohnzimmer, die 1979 auf den Markt kam. Das Gerät für 200 Dollar ließ sich an den Fernseher anschließen, und wurde zum beliebtesten Weihnachtsgeschenk des Jahres.

Heute sind Atari-Computer ein Fall für Nostalgiker. 1984 war der Atari ST, ein Heimcomputer mit grafischer Benutzeroberfläche, noch ein beeindruckendes Gerät, besonders mit seinen Multimedia-Funktionen. Doch die Konkurrenz wurde einfach zu groß: Konsolen von Nintendo und Sega kamen auf den Markt, Computer von Apple und verschiedener PC-Hersteller nahmen Überhand. Auch die PC-kompatiblen Ataris sorgten nicht für die erhofften Umsätze. In den Neunzigern hielten bereits nur noch Nostalgiker an den Ataris fest, und 1996 stellte die Firma die Produktion endgültig ein.

Der Name Atari geistert bis heute in der Computerspiel-Szene herum, hat allerdings nichts mehr mit den ursprünglichen Machern des legendären Pong-Spiels zu tun. Die Marke wurde nach der Insolvenz der Firma mehrmals verkauft und war auf Spielen der Nachfolgefirma von Hasbro Interactive zu sehen.

Ein Grund für den frühen Erfolg und die spätere Stagnation könnten die kreativen Köpfe sein, die im Laufe der Jahre abgesprungen sind. So arbeiteten Steve Jobs und Steve Wozniuk anfangs für Atari, um dann später mit Apple ihre eigenen Rechner auf den Markt zu bringen. Auch wenn es heute keine Atari-Computer mehr zu kaufen gibt, schaffte es die Firma, zur Legende in der Spielerwelt zu werden. Das Rezept, ein solch einfaches aber süchtig machendes Spiel an Millionen zu verkaufen ist bis heute der Traum der Spielehersteller.

Bildquelle:  By joho345 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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